Deine Schriften funktionieren plötzlich nicht mehr?

Adobe hat Type-1-Schriften abgeschaltet. Hier erfährst du, warum – und was du jetzt tun kannst.

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Warum hat Adobe das gemacht?

Seit 1999 entwickelt Adobe selbst keine Type-1-Schriften mehr – das Aus 2023 war also keine Überraschung, sondern das späte Ende eines langen Abschieds.

Der Grund ist technischer Natur: Type-1 unterstützt kein Unicode – und damit keine erweiterten Zeichensätze. Kein Arabisch, kein Japanisch, keine modernen Sonderzeichen. Browser und mobile Betriebssysteme haben das Format schon lange aufgegeben. Nun zieht auch Microsoft nach und kündigt das Ende der Unterstützung in Windows an.

OpenType ist schlicht das Format der Gegenwart – und der Zukunft.

Dieses Mal möchte ich einige Tipps mit meinen Designkollegen und den Kolleginnen und Kollegen aus Kommunikationsabteilungen teilen, die sicher auch schon das Problem kennen: Schriften in alten Adobe-Dateien werden nicht mehr angezeigt.

Ab Januar 2023 hat Adobe die Unterstützung für die Verwendung von Type-1-Schriften eingestellt. Das bedeutet, dass Programme wie InDesign, Illustrator oder Photoshop diese Schriftarten nicht länger unterstützen. Besonders problematisch wird diese Änderung für Unternehmen, deren Hausschriften noch auf Type-1-Schriften basieren.

Was bedeutet das für dich?
Ganz einfach: du kannst keine alten Type-1-Schriften mehr verwenden. Für viele, die mit älteren Projekten arbeiten oder diese überarbeiten müssen, kann das ein echtes Hindernis sein.

Einige der Schriften, die ich zu Beginn meiner Karriere für meine Kunden lizenziert habe, gehören noch zur Type-1-Variante. Doch in den letzten Jahren habe ich verstärkt auf OpenType-Schriften gesetzt, da diese flexibler und zukunftssicherer sind.

Da ich fast ausschließlich Macs und Adobe-Produkte nutze, habe ich dieses Problem schon zu Beginn des Jahres bemerkt. Einige meiner alten Schriften, die noch auf der Type-1-Technologie basieren, sind nicht mehr verfügbar … leider

Auch heute noch relevant: Viele Unternehmen suchen nach Lösungen
Obwohl die Änderung bereits 2023 in Kraft trat, haben viele Unternehmen nach wie vor alte Dateien gespeichert, die auf Type-1-Schriften angewiesen sind. Für viele stellt sich daher auch heute noch die Frage: Wie geht man mit diesen alten Dateien um, wenn die nötigen Schriften nicht mehr verfügbar sind? Es wird deutlich, dass dieses Thema auch in den kommenden Jahren weiterhin präsent bleibt und Unternehmen nach Lösungen suchen müssen.

Wie erkennt man das?
Man wird es vor allem merken, wenn man eine alte Datei öffnen möchten. In diesem Fall gibt Adobe eine Fehlermeldung aus, (stand 02.2026) dass bestimmte Schriften fehlen.

Laut Adobe wird die Darstellung von bestehenden PDF- und EPS-Dateien, die noch Type-1-Schriften enthalten, auch nach 2023 weiterhin korrekt sein. Das eigentliche Problem tritt jedoch dann auf, wenn man versucht, alte Kundendateien zu bearbeiten. Adobe stellt die Type-1-Schriften dann nicht mehr zur Verfügung, was die Bearbeitung erheblich erschwert.


Was kannst du jetzt tun?

  1. Schriften updaten
    Viele Schriftersteller bieten inzwischen OpenType-Versionen an – oft kostenlos oder zu einem sehr fairen Preis. Ein kurzer Check beim Anbieter lohnt sich fast immer.
  2. Adobe Typekit nutzen
    Bist du schon in der Adobe Creative Cloud? Dann schau zuerst in Adobe Fonts nach – viele der betroffenen Schriften sind dort bereits in moderner Version enthalten, ohne zusätzliche Kosten.
  3. Ähnliche Schrift finden
    Wenn kein Update verfügbar ist, gibt es hervorragende Alternativen – kostenlos auf https://fonts.google.com/. Oder schau auf meinem Tool FONTIFICIO das ich entwickelt habe und kostenlos zur Verfügung stelle.
  4. Alte Softwareversion nutzen
    Laut Adobe funktionieren Type-1-Schriften noch in diesen Versionen: Photoshop 23.0, Illustrator 27.3, InDesign 18.2, Digital Audio und Video 23.2 – als Übergangslösung, wenn es schnell gehen muss.

Steckst du in einer ähnlichen Situation? Meld dich gerne bei mir – ich helfe dir weiter.

Noch Fragen über Fonts?
Keine Sorge, wir bekommen es hin.